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Insbesondere junge Tiere sind gefährdet.

Gerade junge Tiere sind gefährdet.

Giardien, das sind intestinale Protozoen, die insbesondere bei Hunden und Katzen, aber auch bei anderen Wirbeltieren und Menschen zu starken Durchfällen, Inappetenz, Vomitus und Apathie führen können. Die bei immunstarken Individuen inapparent verlaufende Infektion kann nicht immer erkannt werden. Giardien sind einfach oral zu übertragen, in der Umgebung sehr überlebensfähig und für eine Übertragung sind nur wenige Zysten notwendig. Auch die Übertragung von Tieren auf den Menschen stellt eine reelle Gefahr dar. So sind Infektion, Reinfektion und Verschleppung sowie die Behandlung von Giardien bedeutende Themen in der Tiermedizin.

Diagnose von Giardien

Giardien können einfach im Kot der Tiere – mithilfe von ELISA-Tests oder der Flotationsmethode – nachgewiesen werden. Da die Zysten nicht gleichmäßig ausgeschieden werden, sollten mindestens 3 Kotproben zu unterschiedlichen Tagen gesammelt und untersucht werden.

Behandlung von Giardien

Die Behandlung von Giardien findet abhängig von der Tierart unterschiedlich statt. Wichtig bei allen Tierarten ist die mehrfache Behandlung, um die Rezidivgefahr zu verringern.

Umgebungsbehandlung bei Giardien-Befall

Mindestens so wichtig wie die Behandlung des Tieres mit entsprechenden Medikamenten ist die Umgebungsbehandlung. Giardien sind in der Umgebung sehr überlebensfähig. Sie sind bei Ausscheidung jeweils zu zweit von einer schützenden Hülle umgeben und durch diese sehr robust: In feuchten Böden bleiben sie bis zu 7 Wochen infektiös, in kühlem Wasser sogar bis zu 3 Monate. Auch im Kot der Tiere überleben sie mehrere Tage, was die Infektion weiterer, im Haushalt lebender Tiere fördert.

Laut ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) sind Giardien in der Umgebung wie folgt zu behandeln:

  1. Kot der Tiere sofort nach dem Absetzen aufsammeln und im geschlossenen Plastikbeutel entsorgen
  2. Futter- und Trinkgefäße der Tiere regelmäßig mit kochendem Wasser säubern oder bei mindestens 65° C in der Spülmaschine reinigen
  3. Katzentoilette mit kochendem Wasser reinigen, ggf. mit einem Desinfektionsmittel behandeln und gut trocknen
  4. Liegeplätze/Decken/Kissen der Tiere regelmäßig bei mindestens 65° C waschen
  5. Kratzbäume gründlich absaugen und reinigen
  6. Gründliche Behandlung aller mit Kot verunreinigten Oberflächen (evtl. Böden und Wände) mit anschließender, vollständiger Abtrocknung

 

Interkokask Spray ist ein gebrauchsfertiges Desinfektionsmittel, das in Hundehütten, Kleintierkäfigen und auf anderen Flächen zur Umgebungsbehandlung von Giardien sowie von Spulwurmeiern, Cryptosporidien, Bakterien, Pilzen und Viren verwendet werden kann. Das Spray auf Basis von Chlorkresol wird vor allem auf den Kranken- und Quarantänestationen in Tiermedizin- und Forschungseinrichtungen verwendet, kann aber auch in Tierpensionen oder Privathaushalten eingesetzt werden, um die Umgebung erkrankter Tiere von Giardien zu befreien.

Das vielseitig einsetzbare Interkokask Spray von Interhygiene kann in der 500-ml-Sprühflasche bei Praxisdienst-VET, dem Anbieter für Veterinärbedarf, online bestellt werden.

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