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Vor der Spülung die Grobreinigung

Die optimale Wundreinigung beginnt mit der mechanischen Grobreinigung: Nekrosen, Biofilm und andere Beläge werden mit scharfen Löffeln, Skalpellen oder Küretten entfernt. Der Sekretabfluss muss, eventuell mit einer Drainage, ermöglicht werden, damit Keime sich in zurückbleibenden Belägen nicht einnisten und vermehren können. Sind die Beläge mechanisch entfernt worden, können reinigende Spülungen, z.B. mit Ringerlösung, helfen Gewebetrümmer und Exsudate auszuschwemmen. Ist nach gründlicher Indikationsstellung ein Wundantiseptika indiziert, hilft die antiseptische Wundspülung vorhandene Keime abzutöten und ein für die Wundheilung optimales Milieu zu schaffen. Nur so können später eingesetzte Wundauflagen ihren Zweck erfüllen und infizierte Wunden heilen.

Braunol für die aseptische Spülung infizierter Wunden

Braunol ist eine wässrige, aseptische Lösung, die in Human- und Veterinärmedizin zur Sanierung von Wunden eingesetzt wird. Braunol wird für aseptische Spülungen in dem angegebenen Mischungsverhältnis mit physiologischer Kochsalzlösung oder mit sterilem Wasser verdünnt.

Ein möglichst keimfreies Arbeitsfeld ist für ein optimales Ergebnis zwingend: die chirurgische Händedesinfektion, sterile Handschuhe, eine sterile Spritze zur Befüllung mit der Braunol-Lösung und eine sterile Knopfkanüle gelten als Standard. Vor der antiseptischen Spülung wird der Patient so gelagert, dass das ungehinderte Ablaufen von Braunol aus der Wunde möglich ist – zurückbleibende Pfützen der Lösung könnten eine zusätzliche Schädigung des Gewebes verursachen!

Die Braunol-Lösung wird mit leichtem Druck über die Knopfsonde in die Wunde gespült. Bei Wundhöhlen ist die gewissenhafte Spülung der gesamten Höhle wichtig. Überschüssige Mengen Braunol können mit sterilen Kompressen aufgefangen werden, die Wundränder zusätzlich trocken getupft werden.

Wundspülung mit Braunol

Braunol in unterschiedlichen Gebinden

Braunol, die universelle PVP-Iod-Lösung

Zu seiner enormen Bekanntheit gelangte Braunol aufgrund seiner universellen Einsatzmöglichkeiten. Braunol kann für die chirurgische und hygienische Händedesinfektion angewendet werden. Ausserdem für die Hautdesinfektion, für Spülungen, antiseptische Waschungen und (Teil-)Bäder, zur Wundreinigung, zur präoperativen Haut- und Wundantiseptik sowie zur Desinfektion vor Injektionen, Punktionen und Einschnitten. Als Schleimhautantiseptikum eignet sich Braunol zudem zur Desinfektion in der Gynäkologie, der Orthopädie, Urologie oder bei der Geburtshilfe.

Abhängig vom jeweiligen Einsatz kaufen Tierärzte Braunol in der Sprüh- oder Tropfflasche sowie in der Vorratsflasche.

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